Im Anschluss an den Erntedankgottesdienst in Heiningen hatte die Johannesgemeinde Schladen-Werla zu einer kleinen Vernissage mit der Heininger Bildhauerin Charlotte Clemen eingeladen.
Wie berichtet stehen im Kirchgarten Heiningen seit Ende August zwei „Glaubenssteine“ mit dem Titel „MOSE“ und Ghetto-Tor“, die nun von der Künstlerin selbst den Besuchern präsentiert und erklärt wurden. Charlotte Clemen betonte, wie wichtig ihr die Frage der Versöhnung zwischen Christen und Juden ist und wie sehr sie das Jahrtausende währende Schicksal des jüdischen Volkes bewege. Die Steine seien gleichzeitig ein Mahnmal gegen Antisemitismus und ein Hinweis auf die gemeinsame Geschichte von Juden und Christen im Alten Testament und verwiesen auf die befreiende Kraft Gottes, der nicht duldet, dass sein Volk versklavt wird.
Während der Vernissage wurden einigen Besuchern buchstäblich die Augen für die Kunst der „Glaubenssteine“ geöffnet, wandelte sich doch ihr Blick vom bloßen Sehen eines Steines in echtes Erkennen des Moses und des Ghettos.

