Nach einem langen und beschwerlichen Krankheitsweg ist unsere langjährige Chorleiterin des Gielder Chores, Mitglied der Flötengruppe Werlaburgdorf und ehemalige Kirchenvorsteherin in Gielde, Ulrike (Uli) Grall am 6. Oktober gestorben.
Gerade erst hatte sie ihren gesundheitsbedingten Rücktritt vom Amt der Chorleiterin bekanntgegeben und in diesem Gemeindebrief hätte eigentlich ein Artikel zum Ende ihrer Tätigkeit stehen sollen. Doch nun ist daraus ein Nachruf geworden, was uns sehr traurig macht.
Mit viel Engagement hat Ulrike Grall sich der Chorarbeit angenommen. Immer wieder hat sie neue Musikstücke ausgesucht, diese auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Chores angepasst und mit den Sängerinnen und Sängern eingeübt. Regelmäßig hat sie mit dem Chor bei verschiedenen Gottesdiensten musiziert und das Weihnachtsliedersingen in der Adventszeit ist längst zur Tradition geworden. Aber auch bei der gemeinsamen Adventsfeier der Gielder Vereine und Verbände und zu vielen anderen Anlässen war der Chor mit Ulli Grall an der Spitze ein gern gesehener Gast.
Dabei war es Ulrike Grall immer wichtig, das Publikum einzubeziehen und zum Mitsingen zu animieren und auch die Geselligkeit im Chor nicht zu kurz kommen zu lassen.
Ja, die Chorarbeit (nicht nur in Gielde), wie überhaupt die Musik hat Ulrike Grall über viele Jahre sehr erfüllt und war ein wichtiger Teil ihres Lebens.
Aber auch als Mitglied des Kirchenvorstands Gielde und später der Johannesgemeinde Schladen-Werla hat sie sich über sechs Jahr intensiv engagiert. Sie hat regelmäßig das Protokoll geschrieben und in einer Zeit größerer kirchlicher Veränderungen Verantwortung übernommen.
Damit nicht genug, hat Ulrike Grall über viele Jahre mit Konfirmanden die Theaterstücke der Kinderbibelwoche einstudiert, diese begleitet und bisweilen auch selbst gespielt.
Mit ihrer fröhlich, unkomplizierten und offenen Art ist Ulrike Grall immer eine Bereicherung gewesen und wir werden sie in der Johannesgemeinde Schladen-Werla vermissen.
Im Johannesevangelium heißt es: Jesus Christus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und an mich glaubt, der wird nimmermehr sterben.
In diesem Vertrauen hoffen wir, dass Ulrike Grall, um ihres Glaubens Willen, nun ewige Ruhe in Gottes Ewigkeit gefunden. Dem Ort, wo Gott selbst die Tränen abwischt und alles Leiden, jedweder Schmerz und alles Kämpfen ein Ende hat.
Unser Mitgefühl gilt heute ihrem Mann Michael Grall und seiner Familie. Ihnen allen wünschen wir viel Kraft und Gottes reichen Segen für die Zeit, die kommt.

